Steuer-, Erb- und Schenkungsrecht

19. Juni 2009, Stadtverband

Informationsabend der FDP fand großen Anklang

Zu einer Informationsveranstaltung zu den Themen “Einkommensteuer für Arbeitnehmer und Rentner” sowie “Erb- und Schenkungsrecht” hatte die FDP kürzlich in den historischen Ratssaal im Alten Rathaus nach Wesseling eingeladen. Ortsverbandsvorsitzender Karl-Heinz Wiel freute sich über mehr als 30 Anwesende. Neben FDP-Mitgliedern wie dem Kreistagsfraktionsvorsitzenden Ralph Bombis, dem Ersten Stellvertretenden Bürgermeister Bernd Pesch und dem Fraktionsvorsitzenden Detlef Troppens waren auch viele weitere Bürgerinnen und Bürger der Einladung gefolgt. Für die sehr gute inhaltliche Vorbereitung dankte er dem Direktkandidaten Manfred Grimm, der auch die Moderation des Diskussionsabends übernahm.

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Zum Thema Einkommens- und Abgeltungssteuer konnte mit dem Steuerberater, Bürgermeister und FDP-Ratsherrn Manfred Wolf aus Köln ein ausgewiesener Experte gewonnen werden. Wolf verstand es, die wichtigsten Punkte dieses sehr schwierigen Themas verständlich zu erklären. In der anschließenden Diskussion berichtete Bernd Pesch aus seiner Erfahrung als erster stellvertretender Bürgermeister, dass sich vor allem Rentner scheuen, überhaupt eine Einkommensteuererklärung abzugeben und so oftmals Geld verschenken. Manfred Wolf bestätigte eine hohe “Schwellenangst”, die Bürger aller Altersgruppen vom Besuch eines Steuerberaters abhalte. Viele möchten sich einfach nicht mit diesem unnötig komplizierten Thema beschäftigen. Seit Jahren fordere die FDP daher ein einfaches, niedriges und gerechtes Steuersystem. Von mehreren Teilnehmern wurde in diesem Zusammenhang ausdrücklich der Service des Finanzamts Brühl gelobt. Hier werde schon im Eingangsbereich sehr schnelle, unbürokratische Hilfe geleistet.

Mit dem Rechtsanwalt Oliver Niederjohann aus Kerpen stand ein weiterer Fachmann zur Verfügung, der nach einem einleitenden Vortrag Rede und Antwort zum Thema Erb- und Schenkungsrecht stand. Die Diskussion ergab, dass zu viele Bürger teils aus Gutgläubigkeit, teils aus Unwissenehit kein Testament haben, was leider regelmäßig zu unwürdigen juristischen Auseinandersetzungen unter den Erben führe. Oft werde auch zu spät mit der Nachlassplanung begonnen. So könnten z.B. durch Schenkungen zu Lebzeiten Steuern gespart werden, da Freibeträge alle 10 Jahre erneut in Anspruch genommen werden könnten. Allerdings sei bei der Schenkung von selbstgenutzten Immobilien Vorsicht geboten – hier sollte ggf. eine Nießbrauchsregelung getroffen werden.

Im Rahmen eines Diskussionsabends konnten diese hoch komplexen Themen natürlich nur relativ oberflächlich behandelt werden. Dennoch konnten die Teilnehmer viele wertvolle Informationen gewinnen und dankten der Wesselinger FDP für die Organisation der Veranstaltung.