Liberaler Gedankenaustausch

12. Dezember 2009, Stadtverband

Diskussion der Liberalen aus Bornheim, Brühl und Wesseling

Auf Einladung der Wesselinger FDP-Ratsfraktion trafen sich die Orts- und Fraktionsvorsitzenden aus Wesseling und den Nachbarstädten Brühl und Bornheim zu ihrem traditionellen Gedankenaustausch im Rathaus Wesseling. Hierzu erklärt der Vorsitzende der Wesselinger liberalen Fraktion, Detlef Troppens:

Unsere regelmäßigen Treffen haben sich sehr bewährt! So konnten wir auch diesmal wieder einige gemeinsame Projekte erörtern, die wir gemeinsam in unseren jeweiligen Räten weiter verfolgen wollen:

Ganz aktuell bedauern wir außerordentlich, dass sich wohl die Verlängerung der neuen Buslinie 818 auf Bornheimer Gebiet, die von Hersel über Bornheim nach Sechtem führt, über die Kreisgrenze hinaus nach Wesseling weiter verzögern wird. Die dramatisch schlechte Wesselinger Haushaltslage führt nun sicher dazu, dass die von uns seit langem geforderte Verbindung zum Sechtemer DB-Bahnhof weiter auf sich warten lässt. Bornheim hat weit länger als Wesseling Haushaltsprobleme. Das zeigt, dass auch bei uns künftig Schwerpunkte anders gesetzt werden müssen. Die FDP-Fraktion wird sich jedenfalls unbeirrt weiter für diese wichtige ÖPNV-Verbindung einsetzen.

Erneut sprachen sich mein Brühler Kollege Jochem Pitz und die neu gewählte stellvertretende Bürgermeisterin Thea Brämer für die verstärkte kommunale Zusammenarbeit mit Wesseling aus. Hier geht es um Sparmöglichkeiten („Synergieeffekte“), nach wie vor z. B. bei größeren Beschaffungen. Denkbar ist aber auch eine gemeinsame Erstellung von Gebührenbescheiden und/oder die Zusammenführung der Betriebshöfe. Mit Thorsten Karl, dem amtierenden Wesselinger FDP-Vorsitzenden, gehe ich davon aus, dass die bevorstehenden schwierigen Wesselinger Etatberatungen solche Überlegungen deutlich positiv beeinflussen können.

Übereinstimmung bestand auch mit den Bornheimer FDP-Politikern, dem Fraktionsvorsitzenden Christian Koch und dem Ortsvorsitzenden Jörn Freynick: Die von Bornheim in direkter Nähe zum Wesselinger Neubaugebiet Eichholzer Acker geplanten neuen Windräder sollten nicht realisiert werden. Viele der jetzt vorliegenden Stellungnahmen im laufenden Änderungsverfahren zum Bornheimer Flächennutzungsplan bestärken unsere Bornheimer Kollegen in ihrem Kampf gegen die unsinnige Ansiedlung von „Monsterrädern“ in der Ebene anstatt auf dem viel günstiger gelegenen Vorgebirge. Bekanntlich hat sich auch die Stadt Wesseling in ihrer Stellungnahme deutlich gegen dieses Vorhaben ausgesprochen – nur die Grünen stellen hier wie meist Ideologie über planerische und wirtschaftliche Vernunft!

Für das nächste Treffen haben sich die drei liberalen Fraktionen im kommenden Frühjahr in Brühl verabredet.