Regionale 2010: Rheinufer nimmt Konturen an

29. Januar 2010, Stadtverband

Der Bürger hat das Wort

Am 27.01.2010 fand auf Einladung der Stadt Wesseling das erste Bürgerforum zur Umgestaltung des Rheinufers und des Rheinparks statt. Zahlreiche Wesselinger Bürgerinnen und Bürger hatten den Weg ins Rheinforum gefunden, um ihre Vorschläge und Ideen zur Ausgestaltung dieses Regionale-Teilprojekts zu artikulieren und um sich im Dialog mit den Planern den aktuellen Planungsstand erörtern zu lassen.

„Mit dem hier vorgestellten Zwischenergebnis können wir zufrieden sein. Viele Ideen und Vorschläge der Wesselinger FDP sind in die Planungen eingeflossen und finden bei den Bürgern Anklang“, erklärte nach der gelungenen Veranstaltung Jürgen Konrad, der Sprecher der FDP im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz (ASU). Er bezog sich dabei auf ein 32-Punkte Programm, das CDU und FDP gemeinsam erarbeitet, in einer „Marathonsitzung“ des ASU am 17.12.2009 vorgestellt und mit der Mehrheit beider Fraktionen als Prüfaufträge für die Verwaltung und die Planer beschlossen hatten. Konrad lobte besonders die gute Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Fraktionsführung des Koalitionspartners CDU bei der Erarbeitung der Anträge im ASU.

Im Mittelpunkt des Interesses der Bürgerinnen und Bürger standen erwartungsgemäß die Ausgestaltung der Freitreppe unterhalb Ruttmanns Wiese, die „Gangways“ (Treppenabgänge aus Stahl vom Rheinpark zum „Rheinufer/Rheinsteg“) die Radwegeführung auf dem „Rheinsteg“ und der Erhalt des Baumbestandes.

Bei der Freitreppe unterhalb Ruttmanns Wiese zeichnet sich ab, dass ein Kunstrasen als Bodenbelag keine Alternative zu Holz und Stein/Beton darstellen wird.

Die durch das beauftragte Planungsbüro vorgestellte Alternative, auf einen Fahrradweg zugunsten eines Mischverkehrs auf dem Rheinsteg zu verzichten, stieß bei vielen Anwesenden auf großes Interesse. Es bleibt abzuwarten, wie sich diesbezüglich die öffentliche und politische Diskussion entwickelt.

Der „Dauerbrenner“ Wegeführung im Rheinpark wird ebenso nochmals zu überdenken sein wie die Gestaltung der „Gangways“. In Kombination mit dem möglichen Wegfall eines Radweges bieten sich hier möglicherweise neue Optionen. Auch die kostenintensive rheinseitige Auskragung des „Rheinstegs“ wird vor dem Hintergrund dieser neuen Überlegungen ebenfalls neu zu untersuchen sein.

Traveler

Grundsätzlich positiv aufgenommen wurde die Verlegung des Boule-Platzes auf den „Rheinbalkon“. Weil dies allerdings Einfluss auf die Wegeführung hat, steht dazu noch ei-ne vergleichende Kostenanalyse mit dem Erhalt des bisherigen Standortes aus. Uneinge-schränkt begrüßt wurde der geplante Bau eines Schachspielfeldes.

Die markante Öffnung des Rheinparks mit einem „Wasserspiel“ anknüpfend an die Tradition des bisherigen, in die Jahre gekommenen Brunnens, wird von den Bürgern begrüßt.

Wie geht es weiter?

  • Die Ergebnisse des Bürgerforums zur Umgestaltung des Rheinufers und des Rheinparks werden beim nächsten ASU am 17.03.2010 beraten und zu Beschluss gebracht.
  • In einem weiteren Bürgerforum werden die Planungen zur Gestaltung der Innen-stadt vorgestellt. Die für den 04.02.2010 geplante Veranstaltung fällt aus, ein neuer Termin steht noch nicht fest.
  • Ein symbolischer Spatenstich auf Ruttmanns Wiese soll im April 2010 die Bauarbeiten einleiten.