Schulwegsicherheit verdient sachliche Antworten

FDP Wesseling fordert unkomplizierte Schülerbeförderung aus der Waldsiedlung

19.10.2026 Meldungen FDP-Fraktion Wesseling

Fahrkarten kaufen, benutzte Tickets sammeln, Fahrten auflisten und anschließend eine Erstattung beantragen: Diesen Aufwand sollen Familien aus der Waldsiedlung seit dem Ende der bisherigen PrimaTicket-Regelung betreiben, damit ihre Grundschulkinder mit dem Bus zur Rheinschule fahren können. Die FDP-Fraktion kritisiert das Verfahren als unnötig bürokratisch und fordert eine einfache, alltagstaugliche Lösung.

„Wir sprechen über Grundschulkinder, die morgens zur Schule und nachmittags nach Hause fahren. Daraus macht die Stadt ein regelmäßiges Abrechnungsprojekt für die Eltern“, erklärt Max Zöller, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Wesseling. „Eine bislang unkomplizierte Regelung wird durch ein Verfahren ersetzt, das Familien und Verwaltung zusätzliche Arbeit aufbürdet.“

Nach dem Schreiben des Schulamtes vom 10. Juli müssen Eltern die benötigten Kurzstreckentickets zunächst selbst erwerben. Zur Erstattung sollen sie monatlich oder quartalsweise die tatsächlich absolvierten Fahrten auflisten und Scans, Fotos oder Bildschirmfotos der benutzten Tickets einreichen. Das Schulamt räumt selbst ein, dass dieses Verfahren mit einem höheren organisatorischen Aufwand verbunden ist. „Kinder sollen ihre Fahrscheine zuverlässig mitführen und die Belege anschließend für die Abrechnung wieder nach Hause bringen. Die Eltern dokumentieren die Fahrten, die Verwaltung prüft und erstattet die Kosten“, so Zöller. „Das muss doch einfacher gehen.“

Hinzu kommt für die FDP die Frage der Schulwegsicherheit. Die Fraktion verweist auf frühere Beratungen zur Verbindung zwischen Waldsiedlung und Rheinschule, bei denen insbesondere die Querung der L 300 und des Bahnübergangs eine Rolle spielte. „Es geht hier um einen sicheren und verlässlich nutzbaren Schulweg“, betont Zöller. „Die Stadt muss nachvollziehbar erklären, wie sie die damaligen Sicherheitsfragen heute bewertet und weshalb sie die Kostenübernahme als freiwillige Leistung einordnet.“

Um das Problem möglichst einfach und wirtschaftlich zu lösen, hatte die FDP für den Schulausschuss am 22. September eine pauschale Vereinbarung mit den Verkehrsunternehmen vorgeschlagen. Die Stadt sollte die Schulfahrten direkt abrechnen, sodass der Kauf und die nachträgliche Erstattung einzelner Tickets entfallen. Falls eine solche Vereinbarung nicht möglich oder unwirtschaftlicher sein sollte, sollte alternativ ein Deutschlandticket Schule geprüft werden. Dazu verlangt die Fraktion einen transparenten Vergleich der Kosten einschließlich des Verwaltungsaufwands. Die Reaktion der Verwaltung auf den Antrag habe aus Sicht der FDP eine sachliche Auseinandersetzung mit diesen Vorschlägen und der Sicherheitsfrage vermissen lassen. „Unser Antrag sollte ein konkretes Alltagsproblem lösen: unkompliziert für die Familien und mit möglichst wenig Aufwand für die Stadt“, erklärt Zöller. „Wer unsere Vorschläge zurückweist, muss nachvollziehbar darlegen, warum das aufwendige Einzelverfahren die bessere Lösung sein soll. Ein Verweis auf Kosten reicht dafür nicht aus, schließlich kostet auch die Bearbeitung zahlreicher Erstattungsanträge Geld.“

Die FDP hält deshalb an ihrer Forderung nach einer einfachen und wirtschaftlichen Regelung fest. „Familien brauchen eine verlässliche Möglichkeit, ihre Kinder mit dem Bus zur Schule zu schicken. Dafür sollten wir Hürden abbauen und die Abrechnung im Hintergrund organisieren“, so Zöller.

			

				
				

Max Zöller

stv. Stadtverbandsvorsitzender, Fraktionsvorsitzender

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